Nassauer Dialoge

27.10.2023: 18.00 Uhr | Stadthalle
Amtsstr. 8 | 56377 Nassau

7. Nassauer Dialog zum Thema

 

Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit


27.-29. Oktober 2023 in Nassau/Lahn

Dr. Klaus Ritgen, Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V.

Copyright Fotos: Stein-Gesellschaft/Minor

 

 



Gruppenbild 7. Nassauer Dialog
Teilnehmende und Aktive des 7. Nassauer Dialogs vor Schloss Nassau

Bereits zum siebten Mal hat die Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft mit Unterstützung der G. und I. Leifheit-Stiftung junge Führungskräfte an den Geburtsort des Freiherrn vom Stein nach Nassau eingeladen, um mit ihnen auf der Grundlage von Vorträgen ausgewiesener Experten über aktuelle Herausforderungen zu diskutieren. Auf der Tagesordnung der Veranstaltung stand dabei in diesem Jahr vor dem Hintergrund eines hohen Bedarfs an Arbeits- und Fach­kräften das Thema „Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit“.

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung – wie stets im Anschluss an einen feierlichen Empfang im Nassauer Schloss durch Sebastian Graf von Kanitz, einem direkten Nachfahren des Freiherrn vom Stein – allerdings durch einen auch der Öffentlichkeit zugänglichen Abendvortrag. In die­sem Jahr war es der Politikwissenschaftler, Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, den der Präsident der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft, Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, gemeinsam mit dem Stell­vertretenden Vorsitzenden der G. und I. Leifheit-Stiftung, Dr. Josef Peter Mertes, und dem Bürgermeister von Nassau, Manuel Liguori, vor zahlreich erschienenem Publikum in der Nassauer Stadthalle empfangen konnte. Korte sprach zu dem Thema „Veränderung – Regieren und Wählen nach der Zeitenwende“.

 

Abendvortrag: Veränderung – Regieren und Wählen nach der Zeitenwende

 


FVSG 7.N.D.
Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in der Stadthalle Nassau

Der Begriff der Zeitenwende ist seit der Regierungserklä­rung von Bundeskanzler Olaf Scholz vom 27.2.2022 als Reaktion auf den Einfall Russlands in die Ukraine fraglos eine der am häufigsten verwendeten, modischer Weise überhöhten politischen Vokabeln der Gegenwart. Der­artige Umschlagpunkte der Geschichte gab es freilich auch früher schon. An der Lahn, in Bad Ems und Nassau, lässt sich das besonders intensiv nachempfinden. In Nassau, dem Geburtsort des Freiherrn vom Stein, in das dieser nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon 1806 und seiner Entlassung zu Beginn des Jahres 1807 zurück­kehrte, steht der von Stein in späteren Jahren im Geden­ken an den Sieg in den nachfolgenden Befreiungskriegen errichtete Freiheitsturm, und in Bad Ems erinnert eine Statue des damaligen Königs Wilhelm von Preußen an einen Vorgang („Emser Depesche“), der mittelbar zum deutsch-französischen Krieg und in der Folge zur Grün­dung des Deutschen Kaiserreichs führte.

 

Korte, nicht zuletzt durch seine Wahlanalysen im ZDF be­kannt, ging zu Beginn seines Vortrags auf den Austritt von Sahra Wagenknecht aus der Partei DIE LINKE und die damit verbundene Ankündigung, eine eigene, neue Partei gründen zu wollen, ein, in der sich die titelgebenden Veränderungen wenige Tage zuvor quasi in einem Paukenschlag manifestiert haben. Ob sich diese neue Partei dauerhaft etablieren wird und welche Stimmenanteile sie wird erzielen können, bleibt abzuwarten. Auf erheblichen Zuspruch stößt dagegen derzeit am rechten Rand des Parteienspektrums die AfD, deren Ergebnisse in den bayerischen und hessischen Landtagswahlen am Wochenende zuvor mit Zuwächsen um 4,4 auf 14,7 Prozent (Bayern) bzw. um 5,3 auf 18,4 Prozent (Hessen) ein deutliches Zeichen gesetzt hatten. Der große Verlierer dieser Wahlen ist dagegen die Berliner Ampel, deren Stimmenanteil in Bayern um 6,8 Prozent und in Hessen sogar um 12,2 Prozent gesunken ist.

 

Korte führte diese Verluste nicht zuletzt auf den Umgang der Koalition mit dem sog. „Heizungs­gesetz“ zurück. Dadurch sei das Vertrauen in die Regierung, deren Krisenmanagement nach Kriegsbeginn auch deshalb so gut gelungen sei, weil die Koalitionsparteien im Sinne eines gelingenden und dynamischen Miteinanders vielfach über ihren eigenen Schatten gesprungen seien, nachhaltig gestört worden. Auch die derzeitigen politischen Antworten auf die Migrati­onsfrage stärkten die AfD.

 

FVSG 7.N.D.
Prof. Dr. Hans-Günter Henneke moderiert das Gespräch mit dem zahlreich erschienenen Publikum

Glaubt man Korte, so muss sich dieser Trend keineswegs fortsetzen. Die Deutschen seien „Extremisten des Normalen“. Sie neigten nicht dazu, polarisierenden Persönlichkeiten ihre Stimme zu geben, sondern setzten vielmehr auf verlässliche, wenig spektakuläre Verwalter der Macht sowie auf Kontinuität. Dass Scholz der „merkeligste“ der Kanzlerkandidaten war, habe ihm nicht geschadet, sondern genutzt. Auch jetzt noch dominierten mit weitem Abstand die Parteien der Mitte – eine Beson­derheit des deutschen politischen Systems. Diese hätten es im Übrigen auch in der Hand, die AfD wieder zurückzudrängen. Dazu brauche es bspw. einer anderen Migrations­politik und mehr Investitionen in Infrastruktu­ren. Auch die anstehenden Transformations­entscheidungen müssten nicht zu einer politi­schen Radikalisierung führen. Dazu bedürfe es aber mehr Transparenz, eines besseren Erklärens politischer Maßnahmen und fairer Lösungen. Vor allem sei es erforderlich, die Mitte der Gesellschaft mitzunehmen – alles Aspekte, die bei der Erarbeitung des Heizungsgesetzes nicht ausreichend beachtet worden seien. Ob sich die Berliner Ampel von ihrer aktuellen Krise nochmals erholen werde, sei offen; insgesamt bestehe aber Anlass, mit großer Zuversicht auf die künftige politische Entwicklung Deutschlands zu blicken. Eine Zuversicht, die – das zeigten die durchaus kritischen Nachfragen aus dem Publikum – derzeit nicht von jedem geteilt wird.

 

Fachprogramm


7. Nassauer Dialog

28 Young Professionals beim Nassauer Dialog, moderiert von Bernd Benthin, im Günter-Leifheit-Kulturhaus


Die folgenden zwei Tage waren dann ganz dem Austausch der 28 Teilnehmerinnen und Teil­nehmer des Nassauer Dialogs mit den Referenten des Fachprogramms Dr. Tobias Maier (Bundesinstitut für Berufsbildung [BIBB], Co-Leiter Arbeitsbereich "Qualifikation, berufliche Integration und Erwerbstätigkeit"), Oliver Suchy (DGB-Bundesvorstandsverwaltung, Leiter der Abteilung "Grundsatz und Gute Arbeit") und Prof. Dr. Werner Eichhorst (Institute for Labor Economics [IZA - Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit], Team Leader und Coordinator "Labor Market and Social Policy in Europe") gewidmet. Die Moderation lag auch in diesem Jahr in den bewährten Händen des Journalisten Bernd Benthin (Zweites Deutsches Fern­sehen).

 

Ausgangslage


FVSG 7.N.D.
Dr. Tobias Maier, Bundesinstitut für Berufsbildung [BIBB], Co-Leiter Arbeitsbereich "Qualifikation, berufliche Integration und Erwerbstätigkeit"

Wie sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Ein­zelnen darstellt, erörterte Maier. Dieser führte aus, dass in den Jahren bis 2040 mit einem erheblichen Rückgang der Erwerbsbevölkerung – verstanden als die Summe der 15- bis 74-Jäh­rigen – zu rechnen sei. Standen im Jahr 2021 rund 62,4 Millionen Personen dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung, würden es im Jahr 2040 nur noch 58,9 Millionen sein. Würde man die Altersgrenze bei 69 Jahren und damit näher am derzeitigen Renteneintrittsalter festlegen, würde sich die Zahl der Erwerbsbevölkerung nicht nur um diese 3,5 Millionen, sondern sogar um 4,7 Millionen Personen reduzieren. Die Zahl der Erwerbspersonen, ein Begriff, der diejenigen bezeichnet, die aktiv am Arbeitsmarkt teilnehmen möchten, verringere sich im genannten Zeitraum dagegen weniger stark um (nur) ca. 1,12 Millio­nen.

 

Der demografische Wandel hat mithin erhebliche Folgen (auch) für den Arbeitsmarkt. Allerdings sind seine Auswirkungen nicht überall in Deutschland gleichermaßen spürbar und wirken sich auch über die Bildungsniveaus und Bran­chen hinweg unterschiedlich aus.

 

Während die Zahl der Erwerbspersonen (und der tatsächlich Erwerbstätigen) in den Stadtstaaten sowie in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen bis 2040 voraussichtlich steigen werde, werde sie in anderen Ländern deutlich sinken. Besonders betroffen von einem Rückgang seien dabei die Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die sonstigen Länder lägen dagegen, wie Maier ausführte, nahe am Bundesdurchschnitt und müssten mit einem Rückgang von (nur) etwa zwei Prozent rechnen.

 

Der daraus resultierende Mangel an Arbeitskräften werde sich, lasse man die Zuwanderung zunächst außen vor, vor allem auf den mittleren Qualifikationsstufen auswirken, also bei Per­sonen, die über eine Berufsausbildung oder eine Bachelor- bzw. Diplomabschluss verfügen. In diesen Bereichen könne der künftige Bedarf, das stehe heute schon fest, nicht aus dem Pool derjenigen Personen gedeckt werden, die das Bildungssystem in Zukunft mit entspre­chenden Abschlüssen verlassen würden. Besser sehe es lediglich im Bereich der akademi­schen Abschlüsse aus. Insoweit sei anzunehmen, dass die Zahl der Absolventen die Zahl der aus dem Erwerbsleben Ausscheidenden sogar übertreffe.

 

In Summe würden diese Entwicklungen dazu führen, dass für 23 der 140 wichtigsten Berufe in Zukunft mit Rekrutierungsschwierigkeiten zu rechnen sein werde, wobei im Einzelnen auch unterschiedliche Wirkungszusammenhänge zu berücksichtigen seien. So würden im Bereich von Maschinenbau und Betriebstechnik zwar Arbeitsplätze verloren gehen und eine durchaus erhebliche Zahl von Personen mit entsprechenden Abschlüssen das Bildungssystem ver­lassen. Gleichwohl werde die Nachfrage das Angebot an Arbeitskräften aber übersteigen, weil die Zahl der aus dem Erwerbsleben Ausscheidenden noch größer sei. Im Bereich „Bauplanung und -überwachung, Architektur“ wäre das Bildungssystem dagegen prinzipiell in der Lage, die­sen Ersatzbedarf zu decken – und das, obwohl hier die Zahl der Arbeitsplätze sogar zunehme. Allerdings entschlössen sich erfahrungsgemäß sehr viele Personen mit einem entsprechen­den Bildungsabschluss, einen anderen Beruf zu ergreifen, weshalb auch in diesem Betäti­gungsfeld Rekrutierungsschwierigkeiten auftreten würden. Diese Entwicklung falle umso schwerer ins Gewicht, weil es sich in beiden Berufsfeldern um Tätigkeiten handele, die für den anstehenden Transformationsprozess durch einen Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Bereitstellung entsprechender Infrastrukturen oder der Aktvierung bzw. Sanierung des Gebäu­debestandes essenziell seien.

 

Zum Zustand des Arbeitsmarktes


Der heute bereits deutlich spürbare und weiter zunehmende Fachkräftemangel darf den Blick nicht darauf verstellen, dass hinsichtlich der Mobilisierung neuer Arbeitskräfte in der Vergan­genheit bereits viel erreicht wurde. Eichhorst wies insoweit in seinem Vortrag darauf hin, dass in Deutschland aktuell ein Höchststand an Erwerbstätigkeit herrsche. Derzeit gebe es knapp 46 Millionen Erwerbstätige. Die Erwerbstätigenquote sei in den letzten 20 Jahren von 65 auf heute 77 Prozent gesteigert worden. Entsprechend deutlich sei die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen. Zu berücksichtigen sei dabei allerdings auch, dass ein erheblicher Teil die­ser neu für den Arbeitsmarkt gewonnenen Personen nur teilzeitbeschäftigt sei.

 

Zuwanderung wird das Problem nicht lösen


Wie lässt sich der Fachkräftemangel bekämpfen? Maier machte deutlich, dass die Zuwande­rung von Fachkräften die beschriebenen Probleme zwar mildern, aber nicht lösen könne. Das liege vor allem daran, dass erfahrungsgemäß nur jede zweite zugewanderte Person dauerhaft in Deutschland bleibe, was einem jährlichen Wanderungsgewinn von etwa 200.000 ent­spreche. Diese Entwicklung – so zeigten die Prognosen – werde sich in ähnlicher Weise bis zum Jahr 2040 fortsetzen. Der Ausländeranteil in Deutschland erhöhe sich dementsprechend nur langsam von 12,7 Prozent in 2020 auf voraussichtlich 18 Prozent in 2040.


Auf das inländische Potenzial kommt es an


Deshalb kommt es insbesondere darauf an, das inländische Potenzial an Arbeitskräften in Zukunft besser zu nutzen. Dazu haben die Referenten verschiedene Wege gewiesen.

 

a)    Effizienz des Bildungssystems verbessern


Maier etwa betonte zum Ende seines Vortrags, wie wichtig es sei, die Effizienz des Bildungs­systems zu verbessern. Er verdeutlichte dies an den aktuellen Erfolgsquoten der betrieblichen Ausbildung. Hier liege die Erfolgsquote bei Deutschen derzeit bei 77 Prozent, bei Nichtdeut­schen noch deutlich darunter. Ähnliche Werte existierten auch bei anderen beruflichen Bildungswegen. Wenn es gelänge, die Misserfolgsquoten zu halbieren, stünden bereits im Jahr 2030 343.000 und 2040 sogar 1,1 Millionen Fachkräfte zusätzlich zur Verfügung.

 

b)    Stille Reserve aktivieren


FVSG 7.N.D.
Prof. Dr. Werner Eichhorst, Institute for Labor Economics [IZA - Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit], Team Leader und Coordinator "Labor Market and Social Policy in Europe"

Ein erhebliches, bislang noch weitgehend ungenutz­tes Potenzial schlummert in der sog. „stillen Reserve“. Laut Statistischem Bundesamt wünschen sich in Deutschland 3 Millionen Nichterwerbsper­sonen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit, stehen aber aktuell dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung oder suchen nicht aktiv nach Arbeit. Um welche Gruppen es sich dabei im Einzelnen handelt und wie diese (wieder) an den Arbeitsmarkt herangeführt werden können, war im Schwerpunkt Gegenstand des Vortrags von Eichhorst.

 

Hinsichtlich der Gruppe der Älteren nahm er dabei weniger diejenigen in den Blick, die bereits das Renteneintrittsalter erreicht haben, wobei auch inso­weit – etwa durch großzügigere Regelungen über Hinzuverdienstmöglichkeiten – und natürlich durch eine der steigenden Lebenserwartung angepassten Verschiebung der Rentengrenze einiges erreicht werden kann. Seine Aufmerksamkeit galt vielmehr zunächst Personen, die älter als 60 Jahre sind, denn die Erwerbsquote sinkt ab diesem Alter deutlich. Dem könne regulativ durch Beschränkung der Mög­lichkeiten zur Frühverrentung begegnet werden. Zu beobachten sei allerdings auch, dass Arbeitgeber eine große Zurückhaltung an den Tag legten, wenn es um die Neueinstellung von Arbeitskräften höhe­ren Alters gehe. Hier gelte es, Vorurteile abzubauen. Umgekehrt gebe es auf Seiten der Arbeitgeber durchaus ein Interesse daran, bewährte Arbeits­kräfte möglichst lang und auch noch über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus an sich zu binden. Voraussetzung sowohl für die Neu- wie für die Weiterbeschäftigung sei es, alters­gerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen.

 

Ein erhebliches Potenzial schlummert auch in der Gruppe der Personen, die aufgrund gesund­heitlicher Beeinträchtigungen dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. Da ein erheblicher Teil dieser Beeinträchtigungen arbeitsbedingt seien, komme dem Bereich der Gesundheitsprävention sowie Maßnahmen der Wiedereingliederung nach erfolgreicher Reha­bilitation eine erhebliche Bedeutung zu. Hier wie auch in anderen Bereichen liege eine beson­dere Herausforderung darin, dass unterschiedliche Zweige der Sozialversicherung betroffen sein könnten. Das erschwere ein koordiniertes Vorgehen.

Auch viele Frauen gehören der stillen Reserve an, wenngleich die Erwerbsquote der Frauen in den letzten Jahrzehnten ebenfalls deutlich auf aktuell über 70 Prozent angewachsen ist. Gerade bei Frauen mit Kindern sei allerdings auch Teilzeitarbeit weit verbreitet. Verringerte Arbeitszeiten oder sogar der Verzicht auf jede Tätigkeit sei indes ein Phänomen, das sich nicht allein auf die Phase beschränke, in der die Kinder noch kleiner und auf besondere Betreuung angewiesen seien. Viele Frauen stünden auch nach dieser Phase dem Arbeitsmarkt nicht in vollem Umfang zur Verfügung – sei es, weil kein Interesse an einer Vollzeitbeschäftigung bestehe, sei es, weil die durch die Kinderbetreuung entstehenden Brüche in der Erwerbs-biografie es erschwerten, einer qualifikationsangemessenen (Vollzeit-)Beschäftigung nachzu­gehen. Hinzu kommen Effekte des geltenden Steuer- und Transfersystems, die bewirkten, dass in Paarhaushalten die Arbeitsaufnahme durch den zweiten Partner nur moderat zu einer Steigerung des Familieneinkommens führe. Änderungen an diesem System könnten daher ebenso wie die Bereitstellung von verbesserten Betreuungsstrukturen dazu beitragen, dass eine größere Zahl von Frauen dem Arbeitsmarkt (wieder) zur Verfügung stünde. Das gelte in ähnlicher Weise auch für Frauen, die aufgrund der Pflege von Angehörigen zeitweise aus dem Arbeitsleben ausschieden.

 

Besonders Augenmerk verdiene – so Eichhorst – schließlich auch die Gruppe der Langzeit­arbeitslosen. Unabhängig von konjunkturellen Schwankungen am Arbeitsmarkt könne davon ausgegangen werden, dass dieser Gruppe etwa 1 Millionen Menschen angehörten. Ursache einer Langzeitarbeitslosigkeit sei häufig eine Kombination verschiedener Vermittlungshemm­nisse wie Alter, gesundheitliche Beeinträchtigung oder geringe Qualifikation in Verbindung mit einem durch eine länger andauernde Arbeitslosigkeit verursachten Motivationsverlust sowie der Zurückhaltung von Arbeitgebern, auch Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben. Diese Schwierigkeiten zu überwinden, stelle die insoweit zuständigen Jobcenter vor erhebliche Herausforderungen; notwendig seien vielfach mehrstufige Reintegrationsprozesse, die einen großen Betreuungsaufwand verursachten.

 

Gerade mit Blick auf Langzeitarbeitslose spiele im Übrigen auch die Ausgestaltung des sozia­len Leistungssystems eine Rolle. Für die Betroffenen könne der Übergang aus dem gleichsam sicheren Hafen des Leistungsempfangs in die Arbeitswelt auch angstbehaftet sein. Darüber hinaus müsse der Abstand zwischen sozialen Leistungen und Erwerbseinkommen aus­reichend groß sein. Bei Vollzeitbeschäftigten sei das gegenwärtig noch der Fall, im Bereich der Teilzeitbeschäftigung aber nur noch eingeschränkt. Negativ an der Bürgergeldreform sei auch zu vermerken, dass das Element des „Forderns“ stärker in den Hintergrund getreten sei.

 

c)    Arbeitszeit als Hebel?


Die Antwort auf die Frage, welchen Beitrag eine Erhöhung der (Lebens-)arbeitszeit zur Lösung des Fachkräftemangels leisten könnte, fällt sehr unterschiedlich aus. Gerade Arbeitgeber­vertreter messen ihr ein erhebliches Potenzial zu, während die Gewerkschaften einen solchen Schritt naturgemäß kritischer sehen und im Gegenteil häufig für eine (weitere) Reduzierung der (Wochen-)Arbeitszeit eintreten. Die Gewerkschaftsperspektive war während des Nassauer Dialogs durch Oliver Suchy, Leiter einer Grundsatzabteilung im DGB-Bundesvorstand, vertre­ten, während die ebenfalls eingeladene Vertreterin der Arbeitgeberseite krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste.

 

Suchy bezweifelte, ob Veränderungen bei der Arbeitszeit einen größeren Beitrag zur Bewälti­gung der Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt leisten könnten. Er widersprach zunächst der These, die Arbeitszeiten in Deutschland bewögen sich im internationalen Vergleich auf niedrigem Niveau. Richtig sei zwar, dass die deutschen Arbeitszeiten im Durchschnitt relativ niedrig seien. Das liege aber an einer außergewöhnlich hohen Zahl an Teilzeitbeschäftigen. Auf diesen Umstand hatten auch die beiden anderen Referenten schon hingewiesen; Suchy bezifferten den Anteil der Teilzeitbeschäftigten auf nahezu 39 Prozent.

 

FVSG 7.N.D.
Oliver Suchy, DGB-Bundesvorstandsverwaltung, Leiter der Abteilung "Grundsatz und Gute Arbeit"

Wer vollzeitbeschäftigt sei, arbeite dagegen häufig deutlich mehr als 40 Stunden in der Woche. Ferner müsse für den vorliegenden Zusammenhang auch die hohe Zahl an (unbezahlten) Überstunden – Suchy sprach von annähernd 900 Millionen Stunden allein im letzten Jahr – sowie der Umstand berück­sichtigt werden, dass mehr als drei Millionen Arbeit­nehmer mehr als einer Beschäftigung nachgingen.

 

Vor diesem Hintergrund sei sehr zweifelhaft, ob eine Verlängerung der Arbeitszeit auch zu einer höheren Produktivität führe. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die schon heute der Grund dafür seien, dass viele vor­zeitig aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden würden bzw. diesem nicht mehr im vollen Umfang zur Ver­fügung stehen könnten, weiter zunähmen.

 

Berücksichtigt werden müsse im Übrigen, dass das Arbeitszeitgesetz überall dort, wo betriebliche Not-wen­digkeiten eine Verlängerung von Arbeits- oder eine Verkürzung von Ruhezeiten erforderlich machten, flexible Lösungen ermögliche, die auch vielfach schon Gegenstand entsprechender tarifver­traglicher Vereinbarungen seien.

 

Schließlich sei zu fragen, welche Wünsche die Arbeitnehmer im Hinblick auf ihre Arbeitszeit hätten. Dabei stelle sich immer wieder heraus, dass Vollzeit­beschäftigte eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit auf etwa 34 Wochenstunden anstrebten, wäh­rend Teilzeitbeschäftigte – entsprechende Rahmenbedingungen wie etwa die bereits erwähn­ten Betreuungsangebote für Kinder und Pflegebedürftige vorausgesetzt – sich häufig eher eine Verlängerung ihrer Wochenarbeitszeit wünschten. Würden sich die Arbeitgeber im Hinblick auf solche Wünsche sowie auf den Wunsch einer flexibleren Verteilung der Lebensarbeitszeit auf einzelne Lebensabschnitte offener zeigen, wäre im Hinblick auf die Nachfragedeckung am Arbeitsmarkt schon viel gewonnen.

 

Darüber hinaus sei es im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung dringend erforderlich, Arbeit attraktiver zu machen, und durch einen Einsatz von digitalen Instrumenten und Technologien wie künstlicher Intelligenz zu einer Entlastung des Arbeitsmarkts zu gelangen.

 

Schluss


Gruppenbild 7. Nassauer Dialog
Angeregter Dialog unter den 28 Young Professionals


Diese Vorträge sorgten bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer für zahlreiche, zum Teil auch kritische Nachfragen und waren Grundlage eingehender Diskussionen. Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung kann im Bereich "Publikationen" kostenfrei bestellt werden.

 

 

 

 


 

Der "Nassauer Dialog" ist das Förderprogramm der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V. – unterstützt durch die G. u. I. Leifheit-Stiftung –, das sich mit Beginn im Jahr 2015 nun regelmäßig an junge Nachwuchs-Führungskräfte richtet.

 

28 ausgewählte und hochqualifizierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich gemeinsam mit renommierten Referenten dem Thema Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit gewidmet. Verantwortungsbewussten und politisch-gesellschaftlich interessierten Young Professionals wurde so wieder einmal Gelegenheit gegeben werden, sich für die Arbeit an aktuellen politischen Fragen zu begeistern. Zudem werden sie – im Rahmen der Alumni-Arbeit – weiter in ihrem Engagement gefördert.

 

Wir arbeiten sehr erfolgreich mit einem Empfehlungssystem über Vorgesetzte und Lehrstuhlinhaber, die eine Ausschreibung von uns erhalten haben. Daher war eine Direkt-Bewerbung von Interessierten leider nicht möglich.

 


 

Zum Inhalt:


Der Bedarf an Arbeits- und Fachkräften in Deutschland ist hoch. Das ist eine Folge des demografischen Wandels, der Deutschland – auch im Vergleich mit anderen OECD-Staaten – besonders stark trifft. Ohne Zuwanderung und bei konstanter Erwerbsbeteiligung würde das Erwerbspersonenpersonal nach einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bis 2060 um 16 Millionen Personen, d.h. um 35 Prozent sinken. Vor diesem Hintergrund steht außer Zweifel, dasss es entschiedener Maßnahmen bedarf, um einer solchen, den gesellschaftlichen Wohlstand gefährdenden Entwicklung entgegenzuwirken. Viele setzen dabei in erster Linie auf eine erhöhte Zuwanderung von Unionsbürger:innen und/oder Drittstaatsangehörigen. Und tatsächlich lässt sich – insoweit besteht weitgehend Einigkeit – das Delta zwischen Bedarf und Angebot auf dem Arbeitsmarkt ohne eine stabil hohe Zuwanderungsquote dauerhaft nicht schließen.

 

Allerdings ist es völlig unklar, in welchem Umfang Zuwanderung zur Lösung des Problems beitragen wird. Da sich alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union in einer mehr oder weniger vergleichbaren demografischen Lage befinden, ist jedenfalls nicht damit zu rechnen, dass die Zahl der Zuwander:innen aus diesen Ländern auf längere Frist wesentlich steigen oder auch nur auf dem momentanen Niveau verharren wird. Und im Hinblick auf qualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten ist zu konstatieren, dass Deutschland, obwohl es bereits über ein ausgesprochen liberales Einwanderungsrecht verfügt, als Zielland für qualifizierte Zuwander:innen offenbar wenig attraktiv ist.

 

Im Rahmen des 7. Nassauer Dialogs ging es daher insbesondere um die Frage gehen, wie das vorhandene, inländische Arbeitskräftepotenzial besser ausgeschöpft werden kann. Ein naheliegender, auch in der Vergangenheit schon mehrfach praktizierter Ansatz ist dabei die Erhöhung der Lebensarbeitszeit, also eine (weitere) Anhebung des Renteneintrittsalters, etwa dynamisch verknüpft mit der Entwicklung der Lebenserwartung. Angesichts der im Alter schwindenden, insbesondere körperlichen Leistungsfähigkeit muss ein solcher Schritt mit Ansätzen einer intelligenten Verteilung von Arbeit – bezogen nicht nur, aber auch auf die persönliche Arbeitsbiografie jedes einzelnen –, mit Fortbildungs- und Umschulungsangeboten sowie mit Maßnahmen verbunden werden, die geeignet sind, die Gesundheit der Betroffenen möglichst zu sichern.

 

Neben einer Modifikation des Renteneintrittsalters können auch Schritte zu einer Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Personen in Betracht gezogen werden, die dem Arbeitsmarkt derzeit nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Während solche Ansätze zur Folge haben, dass die Einzelnen mehr und/oder länger arbeiten müssen, wird von anderen die Forderung nach einer Verkürzung (jedenfalls) der wöchentlichen Arbeitszeit auf regelhaft nur noch vier Tage in den Raum geworfen und mit der – allerdings sehr umstrittenen – Aussage verknüpft, dass die Gesamtproduktion darunter nicht leide, sondern im Gegenteil gesteigert werden könnte.

 

Damit ist das Handlungsfeld umrissen, über das auf der Grundlage eines Abendvortrages und von drei fachlichen Impulsen anlässlich des diesjährigen Nassauer Dialogs diskutiert wurde. Der diesjährige Nassauer Dialog knüpfte damit an die Veranstaltungen der Jahre 2019 und 2018 unter den Titeln "Die digitale Zukunft der Arbeit" und "Digitalisierung und Arbeit 4.0" an.

 

Um ein sehr exklusives Teilnehmerfeld zu gewährleisten, arbeiten wir von Anbeginn an mit einem Empfehlungssystem. Daher war eine Direkt-Bewerbung von Interessierten leider nicht möglich. Nur diejenigen, die von uns angeschrieben wurden, konnten Kanditat:innen zur Teilnahme empfehlen.



 

Programm zum 7. Nassauer Dialog

 

Freitag, 27. Oktober 2023

 

17.00 Uhr | Empfang  in Schloss Nassau

Sebastian Graf von Kanitz | Schloss Nassau, Mitglied des Präsidiums der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V.

Prof. Dr. Hans-Günter Henneke | Präsident der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V., Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages

  

18.00 Uhr | Öffentlicher Abendvortrag in der Stadthalle Nassau

Begrüßung

Manuel Liguori |
MdL, Bürgermeister der Stadt Nassau
Dr. Josef Peter Mertes | Stellvertretender Vorsitzender der G. u. I. Leifheit-Stiftung

Prof. Dr. Hans-Günter Henneke | Präsident der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V., Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages

 

18.15 Uhr | Öffentlicher Abendvortrag mit anschließender

offener Diskussion

Veränderung – Regieren und Wählen nach der Zeitenwende

 

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte | Professor für Politikwissenschaft der Universität Duisburg/Essen

Direktor der NRW School of Governance

 

 

19.30 Uhr | Ausklang mit Imbiss


 

Samstag, 28. Oktober 2023

 

Gesamt-Moderation:

Bernd Benthin | Journalist

Mitglied der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft und des Alumni-Netzwerkes

 

  9.00 Uhr | Begrüßung durch den Moderator

  9.10 Uhr | Dialog- und Feedback-Runde zum Vorabend-Vortrag

10.30 Uhr | Kaffee- und Kommunikationspause

10.45 Uhr | Erster Impuls

DER KÜNFTIGE ARBEITS- UND FACHKRÄFTEBEDARF IN DEUTSCHLAND –
ENTWICKLUNGSTENDENZEN UND LÖSUNGSANSÄTZE


Dr. Tobias Maier
| Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Co-Leiter Arbeitsbereich "Qualifikation, berufliche Integration und Erwerbstätigkeit"


11.10 Uhr
| Diskussion
 

12.30 Uhr | Mittagessen

14.00 Uhr | Zweiter Impuls

LÄNGER, KÜRZER ODER ANDERS:
DIE (LEBENS-)ARBEITSZEIT ALS ENTSCHEIDENDER HEBEL ZUR DECKUNG DES ARBEITS- UND FACHKRÄFTEBEDARFS


Oliver Suchy | DGB-Bundesvorstandsverwaltung, Leiter der Abteilung "Grundsatz und Gute Arbeit"

 

14.25 Uhr | Diskussion

15.45 Uhr | Kaffee- und Kommunikationspause


16.00 Uhr | Dritter Impuls

WIE GELINGT DIE MOBILISIERUNG VON PERSONEN, DIE DEM ARBEITSMARKT DERZEIT NICHT (MEHR) ZUR VERFÜGUNG STEHEN?

Prof. Dr. Werner Eichhorst | Institute for Labor Economics (IZA - Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit), Team Leader und Coordinator "Labor Market and Social Policy in Europe"

16.25 Uhr | Diskussion

 


Sonntag, 29. Oktober 2023


  9.30 Uhr | Workshops für die Teilnehmenden zu drei Themenfeldern

11.15 Uhr | Rückkopplung im Plenum und Diskussion der Ergebnisse

12.15 Uhr | Blitzlicht: Rückblick zum 7. Nassauer Dialog und Ausblick

12.55 Uhr | Abschluss in Schloss Nassau

Besichtigung des Steinschen Turms
Erläuertung der historischen Zusammenhänge

Ausklang mit Imbiss

 

14.30 Uhr | Ende der Veranstaltung in Nassau

 

 

Die Veranstaltung wird mit freundlicher Unterstützung der G. u. I.-Leifheit-Stiftung und der Stadt Nassau durchgeführt.

Leifheit


AKTUELL

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Zu Besuch beim Freiherrn vom Stein
auf Schloss Cappenberg in Selm

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Öffentlicher Abendvortrag
im Rahmen des 5. Nassauer Dialogs
am 8.10.2021 in Nassau

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Podiumsdiskussion am 19.11.2013
in Kooperation mit dem
Landkreistag Sachsen-Anhalt

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6. Hauptstadtgespräch 19.03.2013
Wieviel Dezentralität verträgt
die Energiewende?

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10. Nassauer Gespräch

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5. Hauptstadtgespräch am 10.05.2012
Bildungsföderalismus
in der Finanzierungsfalle

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Publikation:
Der demografische Wandel

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Aktuelles POSITIONSPAPIER
von Dr. Klaus Ritgen

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Exklusiv-Angebote für Mitglieder:

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Anmeldung:
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Öffentlicher Abendvortrag 2016:
Willi Kaczorowski
20.10.2016 in Bielefeld

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3. Nassauer Dialog
Digitalisierung und Arbeit 4.0
Format für Young Professionals

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14. Hauptstadtgespräch am 27.5.2019
mit den Staatssekretären beim Bund
Dr. Aeikens und Dr. Kerber

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12. Nassauer Gespräch
auf Gut Siggen, Ostholstein

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10. Hauptstadtgespräch am 7.9.2016
Gleichwertigkeit der
Lebensverhältnisse in Stadt u. Land

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2. Nassauer Dialog 2016
für Nachwuchs-Führungskräfte

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2. Nassauer Dialog 2016:
Prof. Markus Schächter

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